04: Perpignon - Barcelona - Valencia
Barcelona – für nicht wenige Vielgereiste die schönste Stadt Europas! Doch mich interessieren diesmal ohnehin nicht das Barrio Gótico oder die berühmte Sagrada Família-Basilika von Antoni Gaudí – sondern die „Solar Pergola“: Eine beeindruckende Solarzellen–Skulptur so groß wie ein Fußballfeld, die am Rand der Stadt über dem Meer thront; ein Kunstwerk, das etwa 140 Haushalte mit Energie versorgt!
Die „Solar Pergola“ soll ein Symbol sein für die Zukunft der Stadt, erzählt mir Toni Pujol di Vidal von der Stadtverwaltung, den ich hier treffe. Seit der Einführung einer neuen Solarverordnung im Jahr 2000 hat sich die Quadratmeterzahl der Solarzellen in Barcelona mehr als verzehnfacht. Und mindestens 60% des Warmwasserbedarfs jedes neuen oder sanierten Gebäudes müssen in der Hauptstadt Kataloniens mit Sonnenkollektoren gedeckt werden.Auch einer der berühmtesten Architekten Spaniens trägt dazu bei, dass Barcelona mehr und mehr eine Vorreiterrolle für nachhaltige Energiewirtschaft einnimmt. Ich treffe Enric Ruiz-Geli in dem von ihm geschaffenen „Media Tic“, einem 40 Meter hohen würfelförmigen Medien- und Bürohaus mit einer weltweit einzigartigen Fassade: Die der Sonne direkt ausgesetzten Flächen sind mit mehrwandigen, teilweise durchsichtigen Luftpolstern bedeckt. Je nach Sonneneinstrahlung sorgt ein computergesteuerter Mechanismus aus Sensoren und Gebläsen dafür, dass diese Luftkissen entweder viel Licht und Wärme durchlassen oder isolierend wirken. Die Folge: Der Energieverbrauch des Gebäudes wird dramatisch gesenkt. „Antoni Gaudí hat uns alle hier in Barcelona beeinflusst“, sagt Enric Ruiz Geli über sein großes Vorbild. „Doch die Nähe seiner Bauten zu Natur müssen wir heute eben auch da umsetzen, wo es um den Energiehaushalt geht“.Zurück im Crew-Hotel erfahre ich: Das Team eines unserer Begleitfahrzeuge ist in eine ziemlich unangenehme Situation geraten. Beim kurzen Stopp am Straßenrand zum Navi-Programmieren kommt plötzlich ein Mann in Warnweste angelaufen und gestikuliert hartnäckig: „Schaden am Auto!“ Techniker Michael steigt aus und will nachsehen, als der Mann ihn auch schon massiv vom GL abdrängt. Aus dem Nichts taucht ein zweiter Mann auf, läuft auf das Teamfahrzeug zu, in dem nur noch Kollegin Ursula sitzt. World-Driver Michael handelt gottlob rasch: Er reißt sich los, springt ins Auto, gibt Gas. Und die Tour geht unbeschadet weiter!
Am Abend erreichen wir Castellon bei Valencia und haben noch Zeit für ein kurzes Film- und Fotoshooting in der „Stadt der Wissenschaften und Künste“. Fotograf Dirk und die beiden Kameramänner Raphael und Jens arbeiten bis das letzte Tageslicht verschwindet. Denn: So eine Location bekommt man nicht oft vor die Linse – siehe Fotos!




Christian Maier, geboren 1972 in München, ist Absolvent der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Von 1996 bis 2004 arbeitete er als Redakteur im RTL-Hauptstadtstudio und schließlich als Chef vom Dienst (CvD) bei RTL in Köln. Seit 1995 ist Christian Maier als freier Autor von Corporate-Videos, sowie für Reportagen und Dokumentation tätig.